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Im Gespräch mit Kathrin Dollinger-Knuth

By April 12, 2021Mai 5th, 2021No Comments

Wenn man jemanden kennenlernen möchte, dann spricht man miteinander. Deshalb lade ich regelmäßig Gäste aus meiner Heimat, Vertreter der Politik oder Wirtschaft und Menschen, die irgendwas besonderes machen zum Gespräch ein:

1. Corinna Franke-Wöller: Du bist mit Leib und Seele Kommunalpolitikerin und Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat von Pirna.
Was sind für Dich die 3 wichtigsten kommunalpolitischen Herausforderungen für die Stadt?

Kathrin Dollinger-Knuth: Ein sehr wichtiges Anliegen ist mir, die Zukunftsfähigkeit und damit auch die demografische Entwicklung unserer Stadt aktiv mitzugestalten und zu sichern. Dazu gehört die Weiterentwicklung der Infrastruktur und Wirtschaft, die Sicherung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Kinderbetreuung und auch Pflege im Alter), das Vorantreiben einer modernen Verwaltung und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Alles hängt miteinander zusammen.

2. Das „woGEGEN man steht“, nimmt in der Gesellschaft derzeit viel Raum ein. Das „woFÜR“ kommt in Coronazeiten auf viel leiseren Sohlen daher. Ich brenne für die Digitalisierung, da
ich so u. a. meinen Job und die Familie besser unter einen Hut bringen kann. FÜR was setzt Du Dich ein, woFÜR brennst Du?

Auch ich brenne für die Digitalisierung und die damit bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine moderne Verwaltung im Rahmen von „E-Government“.
Ich will, dass unsere Stadt, unsere Heimat im Wettbewerb der Generationen und Regionen gut abschneidet.

3. Die mittelständische Wirtschaft ist unzufrieden mit der derzeitigen Lage, obwohl es staatliche Unterstützungsangebote gibt, von denen Unternehmen in anderen Ländern nur träumen können.
Sind wir in Deutschland zu bürokratisch, langsam und unflexibel bzw. was braucht es aus Deiner Sicht für die Unternehmen hier vor Ort?

Ja, die staatlichen Unterstützungen hätten aus meiner Einschätzung teilweise unbürokratischer, flexibler und vor allem viel schneller zu den Gastronomen, Hoteliers, Einzelhändlern oder Kulturschaffenden kommen müssen, um wirklich sofort zu helfen oder zu überbrücken. Ich hoffe sehr, dass die Verwaltungen daraus gelernt haben und auch digital besser werden. Ich teile die Sorgen der Wirtschaft, die unternehmerisch und eigenverantwortlich agieren möchte. Aber in so einer weltweiten Pandemielage gibt es nicht immer „die eine richtige Lösung“. Es gilt jetzt, durch schnelle Impfungen und gute Teststrategien, die Pandemie endlich zu besiegen und wieder ein Stück Normalität einziehen zu lassen. Dann können auch die Unternehmen wieder frei wirtschaften.

4. Die Sehnsucht nach Normalität ist bei uns allen riesig. Einfach mal in der Sonne einen Kaffee in der Stadt trinken und den Leuten beim Flanieren zuschauen, darauf freue ich mich. Worauf freust Du Dich?

Ich freue mich sehr darauf, mit der Familie endlich wieder einmal auch ohne große Vorplanungen Kunst und Kultur zu erleben und zu genießen – im Museum, im Konzert, im Zoo, bei einem Sportereignis. Wir haben alles wieder sehr schätzen gelernt – was vorher alles eher normal und selbstverständlich schien.

5. Was wären aus Deiner Sicht die wichtigsten Themen, die Du einer Bundestagsabgeordneten in den Rucksack packen würdest?

Zunächst grundsätzlich die regionale Verbundenheit mit den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen in den Städten und Gemeinden des Wahlkreises. Um diese Anliegen auch auf Bundesebene durchzusetzen oder ihnen Gehör zu verschaffen, braucht es in der Sache kompetente, gut vernetzte Mitglieder des Bundestages, die aus ihrer_ Verantwortung heraus auch vor Ort wissen, was vor Ort wichtig ist und sich den Herausforderungen zukunftsweisend stellen.
Die wichtigsten Themen wären für mich die demographische Entwicklung in Sachsen und Deutschland und damit einhergehend die weitere notwendige Verbesserung der Familienfreundlichkeit, die weitere Digitalisierung in Deutschland insgesamt, die Stärkung des ländlichen Raums und der kommunalen Ebene sowie die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

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